AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen von Corwin von Kuhwede (Stand 5. Februar 2016)

 

1      Geltung der Geschäftsbedingungen
1.1   Die Produktion von Bildern und die Erteilung von Bildlizenzen erfolgt ausschließlich
        auf der Grundlage nachstehender Geschäftsbedingungen. Diese
        Bedingungen gelten auch für alle künftigen Produktions- und Lizenzverträge,
        sofern nicht ausdrücklich abweichende Regelungen vereinbart werden.
1.2   Geschäftsbedingungen des Auftraggebers, die von den nachstehenden Bedingungen
        abweichen, werden nicht anerkannt. Solche abweichenden Geschäftsbedingungen
        werden auch dann nicht Vertragsinhalt, wenn der Fotograf
        ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.


2      Produktionsaufträge
2.1   Kostenvoranschläge des Fotografen sind unverbindlich. Kostenerhöhungen
        braucht der Fotograf nur anzuzeigen, wenn eine Überschreitung der ursprünglich
        veranschlagten Gesamtkosten um mehr als 15 % zu erwarten ist.
2.2   Bei Personenaufnahmen und bei Aufnahmen von Objekten, an denen fremde
        Urheberrechte, Eigentumsrechte oder sonstige Rechte Dritter bestehen,
        ist der Auftraggeber verpflichtet, die für die Anfertigung und Nutzung der Bilder
        erforderliche Zustimmung der abgebildeten Personen und der Rechtsinhaber
        einzuholen. Der Auftraggeber hat den Fotografen von Ersatzansprüchen
        Dritter freizustellen, die aus der Verletzung dieser Pflicht resultieren.
        Die Freistellungsverpflichtung entfällt, sofern der Auftraggeber nachweist,
        dass ihn kein Verschulden trifft.
        Die vorstehende Regelung gilt auch dann, wenn der Fotograf die aufzunehmenden
        Personen oder Objekte selbst auswählt, sofern er den Auftraggeber
        so rechtzeitig über die getroffene Auswahl informiert, dass dieser die not -
        wendigen Zustimmungserklärungen einholen oder andere geeignete Personen
        bzw. Objekte für die Aufnahmearbeiten auswählen und zur Verfügung
        stellen kann.
2.3   Muss bei der Auftragsabwicklung die Leistung eines Dritten in Anspruch genommen
        oder ein sonstiger Vertrag mit Dritten abgeschlossen werden, ist
        der Fotograf bevollmächtigt, die entsprechenden Verpflichtungen im Namen
        und für Rechnung des Auftraggebers einzugehen.
2.4   Der Fotograf wählt die Bilder aus, die er dem Auftraggeber bei Abschluss der
        Produktion zur Abnahme vorlegt. Nutzungsrechte werden unter der Voraussetzung
        vollständiger Zahlung (Ziffer 3.4) nur an den Bildern eingeräumt, die
        der Auftraggeber als vertragsgemäß abnimmt.
2.5   Der Auftraggeber ist verpflichtet, die ihm nach Abschluss der Aufnahmearbeiten
        vorgelegten Bilder innerhalb einer angemessenen Frist zu untersuchen
        und eventuelle Mängel gegenüber dem Fotografen zu rügen. Die Rüge
        von offensichtlichen Mängeln muss schriftlich innerhalb von zwei Wochen
        nach Ablieferung der Bilder, die Rüge nicht offensichtlicher Mängel innerhalb
        einer Frist von zwei Wochen nach dem Erkennen des Mangels erfolgen. Zur
        Wahrung der Rügefrist genügt die rechtzeitige Absendung der Rüge. Bei
        Verletzung der Untersuchungs- und Rügepflicht gelten die Bilder in Ansehung
        des betreffenden Mangels als genehmigt.


3      Produktionshonorar und Nebenkosten
3.1   Wird die für die Aufnahmearbeiten vorgesehene Zeit aus Gründen, die der
        Fotograf nicht zu vertreten hat, wesentlich überschritten, ist ein vereinbartes
        Pauschalhonorar entsprechend zu erhöhen. Ist ein Zeithonorar vereinbart,
        erhält der Fotograf auch für die Zeit, um die sich die Aufnahmearbeiten ver -
        längern, den vereinbarten Stunden- oder Tagessatz.
3.2   Der Auftraggeber hat zusätzlich zu dem geschuldeten Honorar die Nebenkosten
        zu erstatten, die dem Fotografen im Zusammenhang mit der Auftragsdurchführung
        entstehen (z.B. für Filmmaterial, digitale Bildbearbeitung,
        Fotomodelle, Reisen). Der Fotograf hat dabei Anspruch auf eine angemessene
        Unterkunft von mindestens 4 Sternen, sowie Nutzung der 1. Klasse bei
        Reisen mit der Deutschen Bahn oder dem Flugzeug.
3.3   Das Produktionshonorar ist bei Ablieferung der Bilder fällig. Wird eine Bildproduktion
        in Teilen abgeliefert, ist das entsprechende Teilhonorar jeweils
        bei Ablieferung eines Teiles fällig. Erstreckt sich die Ausführung eines Auftrags
        über einen längeren Zeitraum, kann der Fotograf Abschlagszahlungen
        entsprechend dem erbrachten Arbeitsaufwand verlangen.
3.4   Die urheberrechtlichen Nutzungsrechte erwirbt der Auftraggeber erst mit der
        vollständigen Bezahlung des Honorars und der Erstattung sämtlicher Nebenkosten.


4      Anforderung von Archivbildern
4.1   Bilder, die der Auftraggeber aus dem Archiv des Fotografen anfordert, werden
        zur Sichtung und Auswahl für die Dauer eines Monats ab Datum des
        Lieferscheins zur Verfügung gestellt. Kommt innerhalb der Auswahlfrist kein
        Lizenzvertrag zustande, sind vom Fotografen zur Verfügung gestellte Bilddatenträger
        bis zum Ablauf der Frist zurückzugeben sowie sämtliche Bilddaten,
        die der Auftraggeber auf eigenen Datenträgern gespeichert hat, zu löschen.
4.2   Mit der Überlassung der Bilder zur Sichtung und Auswahl werden keine Nut -
        zungsrechte übertragen. Jede Nutzung bedarf einer vorherigen schriftlichen
        Freigabeerklärung des Fotografen.
4.3   Die Verwendung der Bilder als Arbeitsvorlagen für Skizzen oder zu Layoutzwecken,
        ebenso die Präsentation bei Kunden, stellt bereits eine kostenpflichtige
        Nutzung dar.
4.4   Für die Zusammenstellung der Bildauswahl kann der Fotograf eine Bearbeitungsgebühr
        berechnen, die sich nach Art und Umfang des entstandenen
        Aufwandes bemisst und mindestens 50 € beträgt. Versandkosten (Verpackung,
        Porto) einschließlich der Kosten für besondere Versandarten (Taxi,
        Luftfracht, Eilboten) hat der Auftraggeber zusätzlich zu erstatten.


5      Nutzungsrechte
5.1   Der Auftraggeber erwirbt an den Bildern nur Nutzungsrechte in dem vertraglich
        festgelegten Umfang. Eigentumsrechte werden nicht übertragen.
        Ungeachtet des Umfangs der im Einzelfall eingeräumten Nutzungsrechte
        bleibt der Fotograf berechtigt, die Bilder im Rahmen seiner Eigenwerbung zu
        verwenden.
5.2   Die Einräumung und Übertragung der vom Auftraggeber erworbenen Nutzungsrechte
        an Dritte, auch an andere Redaktionen eines Verlags, bedarf
        der schriftlichen Zustimmung des Fotografen.
5.3   Eine Nutzung der Bilder ist grundsätzlich nur in der Originalfassung zulässig.
        Jede Änderung oder Umgestaltung (z.B. Montage, fototechnische Verfremdung,
        Kolorierung) und jede Veränderung bei der Bildwiedergabe (z.B. Veröffentlichung
        in Ausschnitten) bedarf der vorherigen Zustimmung des Fotografen.
        Hiervon ausgenommen ist lediglich die Beseitigung ungewollter Unschärfen
        oder farblicher Schwächen mittels digitaler Retusche.
5.4   Bei jeder Bildveröffentlichung ist der Fotograf als Urheber zu benennen. Die
        Benennung muss beim Bild erfolgen.


6      Digitale Bildverarbeitung
6.1   Die Weitergabe von digitalen Bildern im Wege der Datenfernübertragung
        oder auf Datenträgern ist nur zulässig, soweit die Ausübung der eingeräumten
        Nutzungsrechte diese Form der Vervielfältigung und Verbreitung erfordert.
6.2   Bilddaten dürfen nur für die eigenen Zwecke des Auftraggebers und nur für
        die Dauer des Nutzungsrechts digital archiviert werden. Die Speicherung der 
        Bilddaten in Online-Datenbanken oder sonstigen digitalen Archiven, die Dritten
        zugänglich sind, bedarf einer gesonderten Vereinbarung zwischen dem
        Fotografen und dem Auftraggeber.
6.3   Bei der digitalen Erfassung der Bilder muss der Name des Fotografen mit
        den Bilddaten elektronisch verknüpft werden. Der Auftraggeber hat außerdem
        durch geeignete technische Vorkehrungen sicherzustellen, dass diese
        Verknüpfung bei jeder Datenübermittlung, bei der Übertragung der Bilddaten
        auf andere Datenträger, bei der Wiedergabe auf einem Bildschirm sowie bei
        jeder öffentlichen Wiedergabe erhalten bleibt und der Fotograf jederzeit als
        Urheber der Bilder identifiziert werden kann.


7      Haftung und Schadensersatz
7.1   Der Fotograf haftet nur für Schäden, die er selbst oder seine Erfüllungsgehilfen
        vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeiführen. Davon ausgenommen sind
        Schäden aus der Verletzung einer Vertragspflicht, die für die Erreichung des
        Vertragszwecks von wesentlicher Bedeutung ist (Kardinalpflicht), sowie
        Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit,
        für die der Fotograf auch bei leichter Fahrlässigkeit haftet.
7.2   Der Fotograf übernimmt keine Haftung für die Art der Nutzung seiner Bilder.
        Insbesondere haftet er nicht für die wettbewerbs- und markenrechtliche Zulässigkeit
        der Nutzung.
7.3   Ansprüche des Auftraggebers, die sich aus einer Pflichtverletzung des Fotografen
        oder seiner Erfüllungsgehilfen ergeben, verjähren ein Jahr nach dem
        gesetzlichen Verjährungsbeginn. Davon ausgenommen sind Schadensersatzansprüche,
        die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung  
        des Fotografen oder seiner Erfüllungsgehilfen beruhen, und Schadensersatzansprüche

        wege Verletzung des Lebens, des Körpers oder der
        Gesundheit, auch soweit sie auf einer leicht fahrlässigen Pflichtverletzung
        des Fotografen oder seiner Erfüllungsgehilfen beruhen; für diese Schadensersatzansprüche
        gelten die gesetzlichen Verjährungsfristen.
7.4   Die Zusendung und Rücksendung von Bildern erfolgt auf Gefahr und für
        Rechnung des Auftraggebers.
7.5   Bei unberechtigter Nutzung, Veränderung, Umgestaltung oder Weitergabe
        eines Bildes ist der Fotograf berechtigt, eine Vertragsstrafe in Höhe des fünffachen
        vereinbarten oder, mangels Vereinbarung, des fünffachen üblichen
        Nutzungshonorars zu fordern, mindestens jedoch 500 € pro Bild und Einzelfall.
       Die Geltendmachung eines weitergehenden Schadensersatzanspruchs
        bleibt hiervon unberührt.
7.6   Unterbleibt bei einer Bildveröffentlichung die Benennung des Fotografen (Zif -
        fer 5.4) oder wird der Name des Fotografen mit dem digitalen Bild nicht dauerhaft
        verknüpft (Ziffer 6.3), hat der Auftraggeber einen Aufschlag in Höhe
        von 100 % des vereinbarten oder, mangels Vereinbarung, des üblichen Nutzungshonorars
        zu zahlen, mindestens jedoch 200 € pro Bild und Einzelfall.
        Dem Fotografen bleibt auch insoweit die Geltendmachung eines weitergehenden
       Schadensersatzanspruchs vorbehalten.


8     Mehrwertsteuer, Künstlersozialabgabe
       Zu den vom Auftraggeber zu zahlenden Honoraren, Gebühren und Kosten
       kommt die Mehrwertsteuer und die Künstlersozialabgabe, die bei dem Fotografen
       eventuell für Fremdleistungen anfällt, in der jeweiligen gesetzlichen
       Höhe hinzu.


9     Ausfallhonorar / Schlechtwettertage
9.1. Sollte der Auftraggeber die Fotoproduktion stornieren, so kann der Fotograf
       nach eigenem Ermessen 50% seines Honorars als Ausfallhonorar in Rechnung
       stellen sowie 100% der Nebenkosten. Gleiches gilt auch für sogenannte
       Wettershootings, die auf Grund von Schlechtwetterlage nicht stattfinden
       können.


10   Statut und Gerichtsstand
10.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
       Für den Fall, dass der Auftraggeber keinen allgemeinen Gerichtsstand in der
       Bundesrepublik Deutschland hat oder seinen Sitz oder gewöhnlichen Aufenthalt
       nach Vertragsabschluss ins Ausland verlegt, wird der Wohnsitz des Fotografen
       als Gerichtsstand vereinbart.

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